Carthago C-Tourer I 144 QB

Für unsere Herbst-Reise 2019 hatten wir uns zum ersten Mal ein Fahrzeug der Firma Carthago gemietet: einen C-Tourer I 144 QB auf Fiat-Basis.

Nach unseren Erfahrungen mit dem Hymer B 678 DL waren wir eigentlich davon überzeugt, dass für uns ein Vollintegrierter nicht in Frage kommen würde, aber der C-Tourer hat uns in vielerlei Hinsicht dann doch positiv überrascht.

Schon auf den ersten Blick gefiel uns das wohnliche Ambiente des Fahrzeugs. Im Vergleich zu den Hymer-Modellen, die wir bisher kennengelernt hatten, strahlte die Inneneinrichtung des Carthagos mit den warmen Farben und den geschwungenen Formen eine Wohlfühl-Atmosphäre aus. Der Möbelbau machte auf uns einen wertigen und langlebigen Eindruck, obwohl auch bei diesem Fahrzeug im Laufe der Fahrt einige kleine Mängel auftraten.

Mit seinen 6,99 m Länge (wir waren dieses Mal ohne Fahrradträger unterwegs) war der C-Tourer I 144 QB für einen Vollintegrierten erstaunlich kompakt, was sich auch auf die Fahreigenschaften positiv auswirkte. Noch mehr als das beeindruckte uns aber das Sichtkonzept, das sich nach unserem Eindruck wirklich von den Mitbewerbern abhebt. So ermöglicht Carthago dem Fahrer durch ein nach vorne geneigtes Cockpit eine außergewöhnlich gute Sicht auf die Fahrbahn. In Verbindung mit der großen Frontscheibe, den üppigen Seitenspiegeln und der dauerhaft laufenden Rückfahr-Kamera entsteht so quasi eine Rundum-Sicht, die auch dem ungeübten Fahrer schnell ein Gefühl der Sicherheit vermittelt.

Zum ersten Mal hatten wir mit dem C-Tourer ein Fahrzeug, das mit einem Queensbett ausgestattet war. Das sah zwar sehr schickt aus, erwies sich für uns in der Praxis aber als nicht so vorteilhaft. Aufgrund der natürlich begrenzten Fahrzeugbreite (2,27 m) war der Zugang zum Bett über die seitlichen Treppen recht beengt. Darüber hinaus war das Bett selbst mit 1,95 m Länge und 1,45 m Breite für unseren Geschmack auf Dauer zu klein.

Der Grundriss des Fahrzeugs gefiel uns ansonsten jedoch sehr gut. Sowohl der Sitzbereich vorne als auch die Küche und das Raumbad waren angenehm geräumig, praktisch eingerichtet und ausgesprochen gemütlich. Vermisst haben wir lediglich die Möglichkeit das Licht im Fahrzeug zu dimmen. Diese Option bietet Carthago derzeit offenbar nur für seine Premium-Modelle an.

Auf ein Hubbett, wie es in unserem Miet-Fahrzeug verbaut war, würden wir bei einem eigenen Wohnmobil verzichten wollen, da wir in der Regel nur zu zweit unterwegs sind und stattdessen lieber mehr Schränke haben möchten. Gut gefallen haben uns die Staumöglichkeiten im sehr geräumigen Doppelboden sowie die Schiebetür, mit der man bei Bedarf den Schlaf- vom Badbereich abtrennen kann. Allerdings ließ sich bei unserem Fahrzeug diese Tür nicht vollständig schließen, da die Plastik-Aufhängung offenbar ausgeleiert war. Hier sollte Carthago möglicherweise ein etwas stabileres Bauteil verwenden. Außerdem war bei unserem Fahrzeug das Schubfach unter dem Bett an einer Stelle aus der Verankerung gerissen, was aber vermutlich daran lag, dass es ein vorheriger Nutzer versäumt hatte, das Fach während der Fahrt zu verschließen.

Insgesamt gab es keine gravierenden Mängel, wie wir sie schon bei anderen Miet-Fahrzeugen erlebt hatten (zum Beispiel beim Bürstner Nexxo time t 569). Im Gegenteil: der Möbelbau machte einen sehr soliden Eindruck, was auch dazu führte, dass während des Fahrens so gut wie kein Klappern zu hören war. Als Fazit lässt sich festhalten, dass sich der Carthago C-Tourer während unser Reise absolut bewährt hat. Nach unserem Eindruck handelt es sich um ein komfortables, gemütliches und ausgereift wirkendes Wohnmobil, das sich aufgrund des Sichtkonzepts und der praktischen Rückfahr-Kamera wirklich sehr gut fahren lässt.

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